„Der richtige Umgang mit der Zeit“ (So, 30. September)

ELKG 063 • 18. Sonntag nach Trinitatis • „Der richtige Umgang mit der Zeit“ • So, 30. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: Eph 5,15-20 • Luther 2017 • Basisbibel

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. – Epheser 5,15–16

„Kauft die Zeit aus“. Für unsere Ohren klingt diese Formulierung fremd. Im Griechischen heißt es hier ἐξαγοράζόμενοι τὸν καιρόν (exagoradsomenoi ton kairon), was soviel heißt wie „macht das Beste aus dem Zeitpunkt“. Zeit kann man nicht im Supermarkt kaufen – und wenn, dann wäre ein Ausverkauf für die Ladenbesitzer sicher das kleinste Problem. Gemeint ist nicht, sich mehr Zeit zu kaufen, sondern die vorhandene Zeit gut zu nutzen. Wir werden uns von Gott fragen lassen müssen, ob wir die Zeit auch anders (besser) hätten nutzen können.
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Angesprochen vom Wort Gottes

Heute Vormittag habe ich dabei geholfen, die Wohnung eines Verstorbenen zu sortieren. Der Bruder war von weit her angereist und musste in kurzer Zeit viele Angelegenheiten regeln. Da haben ihm einige von unserer Kirchengemeinde geholfen. Der Bruder des Verstorbenen kann mit Glauben nicht viel anfangen, aber es hat ihn gefreut, dass sein Bruder in unserer Gemeinde ein Zuhause gefunden hatte.
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„Der Knecht wird zum Licht aller Völker“ (So., 23. September)

ELKG 062 • 17. Sonntag nach Trinitatis • „Der Knecht wird zum Licht aller Völker“ • So., 23. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: Jesaja 49,1-6 • Luther 2017

„Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.“

Was war passiert mit den Stämmen Jakobs und mit dem Volk Israel? Im Buch des Propheten Jesaja wird zuvor geschildert, wie das Volk Israel von den Babyloniern ins Exil verschleppt wurde. Fern von ihrer Heimat und fern von ihrem Ort der Begegnung mit Gott – dem Tempel – war ihre Verzweiflung groß. „„Der Knecht wird zum Licht aller Völker“ (So., 23. September)“ weiterlesen

„Ich sage dir, steh auf!“ (So., 16. September)

ELKG 061 • 16. Sonntag nach Trinitatis • „Ich sage dir, steh auf!“ • So., 16. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: Lukas 7,11-17 • Luther 2017Neue Genfer Übersetzung

„Und da sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprache zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.“ – Verse 13-15

Einen Toten zu sehen, hat immer etwas Unheimliches. Dein Verstand weiß, dass ein Toter nicht wieder lebendig werden kann. Und doch denkt dein Herz, dass der scheinbar nur Schlafende gleich wieder die Augen auf machen wird und anfängt, mit dir zu reden. Bei Jesus haben sechs Worte gereicht, und es ist genau das eingetreten, was unmöglich schien: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ „„Ich sage dir, steh auf!“ (So., 16. September)“ weiterlesen

„Irdische Güter“ (So, 9. September)

ELKG 060 • 15. Sonntag nach Trinitatis • „Irdische Güter“ • So, 9. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: Gal 5,25f.6,1–3.7–10 • Luther 2017 • Basisbibel

Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln! — Vers 5,25

„Lasst uns auf Tuchfühlung mit dem Geist wandeln“ könnte man auch übersetzen. Das ist ein militärischer Ausdruck. „Tuchfühlung“ ist der Abstand zum Nebenmann in der angetretenen Formation. Man „fühlt“ das „Tuch“ der Uniform der Nebenmänner. So eng und in geordneter Formation sollen wir mit dem Geist leben.

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„Der dankbare Samariter“ (So, 2. September)

ELKG 059 • 14. Sonntag nach Trinitatis • „Der dankbare Samariter“ • So, 2. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: 1.Thess 1,2–20 • Luther 2017 • Basisbibel

…denn unser Evangelium erging an euch nicht im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit! — aus Vers 5

Traditionell betont die lutherische Kirche das Handeln Gottes am Menschen. Die Gegenrichtung, was der Mensch daraufhin tut, bleibt oft unterbelichtet. Das hat einen historischen Grund: Die römische Kirche zur Zeit der Reformation hat fast nur auf den Menschen geschaut und aus dem Evangelium ein Gesetz der Pflichten und Schulden gemacht. „„Der dankbare Samariter“ (So, 2. September)“ weiterlesen

„Der barmherzige Samariter“ (So, 26. August)

ELKG 058 • 13. Sonntag nach Trinitatis • „Der barmherzige Samariter“ • So, 26. August 2018 • Vorgesehener Predigttext: Gen 4 (Kain und Abel) • Luther 2017 • Elberfelder

Bin ich meines Bruders Hüter? — aus Vers 9

Die Bibel erzählt die Urgeschichte in rascher Abfolge: Die Schöpfung, der Mensch, der „Sündenfall“, Kain und Abel.

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„Die große Krankenheilung“ (So, 19. August)

ELKG 057 • 12. Sonntag nach Trinitatis • „Die große Krankenheilung“ • So, 19. August 2018 • Vorgesehener Predigttext: Apg 3,1–10 • Luther 2017Basisbibel

Petrus aber sprach: „Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ — Vers 5

Ein Wunder! Man möchte vor Neid erblassen! Wie deutlich und wir anschaulich wird hier die Gegenwart Christi, die Gegenwart Gottes in den Aposteln.  „„Die große Krankenheilung“ (So, 19. August)“ weiterlesen

„Pharisäer und Zöllner“ (So, 12. August)

ELKG 056 • 11. Sonntag nach Trinitatis • „Pharisäer und Zöllner“ • So, 12. August 2018 • Vorgesehener Predigttext: Gal 2,16–21 • Luther 2017Basisbibel

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.

— Verse 19 und 20

„Christ“ ist nicht etwas, das man tut, sondern etwas, das man ist. Paulus redet davon, dass man mit Christus gestorben, ja „gekreuzigt“ sei. Das ist ein Zustand, der zu einer Haltung der Demut führt.  „„Pharisäer und Zöllner“ (So, 12. August)“ weiterlesen

„Der Herr und sein Volk“ (Israelsonntag, 5. August)

ELKG 055 • 10. Sonntag nach Trinitatis • „Der Herr und sein Volk“ • So, 5. August 2018 • Vorgesehener Predigttext: Röm 9,1–5.31–10,4 („Die bleibende Erwählung Israels“) • Luther 2017Basisbibel

»Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.« (Vers 33, Jer 8,14; 28,16)

Schon an der Angabe des Predigt-Abschnittes kann man erkennen, dass hier vorsichtig und leise getreten wird: „Bloß nichts falsch machen!“ Und ja, es geht nicht nur um politische Korrektheit „der Deutschen“ gegenüber „den Juden“, sondern es gilt, einen differenzierten und hoch-spannungsreichen Gedankengang zu erfassen. Einzelne Verse, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, können leicht ein schiefes Bild hinterlassen. „„Der Herr und sein Volk“ (Israelsonntag, 5. August)“ weiterlesen