„Irdische Güter“ (15. So. n. Trinitatis, 29.9.2019)

ELKG 060 • 1.Petr 5,5b–11 (Lut 17, Elb 06)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Verse 6 und 7

Die „Sorge“ ist immer etwas, das auf die Zukunft gerichtet ist. Christen wissen, dass ihre Zukunft ganz in der Hand Gottes liegt. Wir gehen in der Zeit voran, doch unser Blick ist über den Horizont hinaus auf das Himmelreich gerichtet. Könnte das nicht dazu führen, dass es uns so geht wie dem jungen Mann auf dem Bild hier?

Hand Guck-in-die-Luft
H. Hoffmann: Der Struwwelpeter: Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft, 1858. Gemeinfrei.
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„Der dankbare Samariter“ (14. So. n. Trinitatis, 22.9.2019)

ELKG 059 • Gen 28,10–19a(19b–22) (Lut 17, Elb 06)

William Blake: Jocob’s Dream (Object 4, c. 1805, British Museum, 37.0 x 29.2 cm)

Im Traum sah Jakob die „Himmelsleiter“ und wie die Engel darauf hoch- und runterlaufen. An ihrer Spitze war Gott und wiederholte das Versprechen für Jakob, das er einst seinem Großvater Abraham gegeben hatte. Morgens dann reagierte Jakob unter anderem so:

Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: „Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise …, so soll der HERR mein Gott sein“.

Aus Vers 20 und 21

Wie? Jakob stellt eine Bedingung? „Wird Gott mit mir sein, dann…“ Ich wusste gar nicht, dass das geht!

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„Der barmherzige Samariter“ (13. So. n. Trinitatis, 15.9.2019)

ELKG 058 • Mk 3,31–35 (Lut 17, Elb 06)

Christusfigur von Max Uecker, 1965. Bethlehemgemeinde, Bremen. Foto: D. Vorberg.

Das muss für Jesu Verwandte ganz schön hart gewesen sein:

Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: „Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder“.

Vers 34

Wir sind von Jesus nicht gewöhnt, dass er zu jemandem so schroff ist. Insbesondere gegenüber seiner Mutter würde man das nicht erwarten. Was hat es damit auf sich?

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„Die große Krankenheilung“ (12. So. n. Trinitatis, 8.9.2019)

ELKG 057 • Apg 3,1–10 (Lut 17, Elb 06)

Petrus, Johannes heilen einen Gelämten, Apg 3. Masolino da Panicale (1383–1447), Florenz.

So hatte sich der Bettler das nicht vorgestellt!

Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!

Aus Vers 6

Jemand erzählte mir von seiner sehr frommen Schwiegermutter: Wenn jemand zu ihr an die Tür kam, um zu betteln, bekam er auch kein Silber und kein Gold; auch nicht Geld oder etwas zu essen, sondern ein missionarisches Flugblatt.

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„Pharisäer und Zöllner“ (11. So. n. Trinitatis, 1.9.2019)

ELKG 056 • Hi 23,1–17 (Lut 17, Elb 06)

William Blake: „Hiob in seiner Verzweiflung“ (1805, Ausschnitt)

Joan Osborne hat in ihrem Popsong gefragt:

If God had a name
what would it be?
And would you call it to his face
if you were faced with
him and all his glory?
What would you ask
if you had just one question?

Hiob weiß ganz genau, was er sagen würde:

Ach daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Thron kommen könnte! So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.

Verse 3–5
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„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)

Bild von congerdesign auf Pixabay

ELKG 055 • Mk 12,28–34LutherübersetzungElberfelder

Die Aussage dieses Textes ist bekannt als das Doppelgebot der Liebe: Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Zu wem spricht Jesus dieses Wort?

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?   — Vers 28

Schriftgelehrte sind in den Evangelien sonst nicht dafür bekannt, von Jesus in ihrer Rolle als Schriftgelehrte wertgeschätzt zu werden. Was ist hier anders? „„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)“ weiterlesen

„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)

Foto:  Josh AppelUnsplash

ELKG 054 • Philipper 3,(4b–6)7–14 • Luther 2017Elberfelder

In diesem Abschnitt in Philipper 3 wird der Kerngedanke der lutherischen Theologie entfaltet: Die Rechtfertigung allein aus Glauben.

Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. – Verse 8 und 9
 

Paulus hat seine eigenen Ruhmestaten nicht nur als unwichtig, sondern sogar als „Schaden“, schädlich angesehen. Was heißt es, Christus im eigenen Leben ganz die Regie zu überlassen?  „„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)“ weiterlesen

„Früchte des Geistes“ (8. So. n. Trinitatis, 11.8.2019)

ELKG 053 • Jes 2,1–5 (Lut 17, Elb 06)

Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen
und ihre Spieße zu Sicheln.
Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben,
und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 

Kommt nun, ihr vom Hause Jakob,
lasst uns wandeln im Licht des HERRN!

Verse 4b und 5
Uffz Vorberg beim Scharfschießen, Januar 1999.

Ich bin ausgebildet im Kriegshandwerk und ich habe andere im Kriegshandwerk ausgebildet. Ich habe gelernt, Menschen zu töten und ich habe anderen beigebracht, Menschen zu töten. Als ich bei der Bundeswehr war, war mir das sehr bewusst, auch wenn ich damals mit Glauben noch nicht so viel am Hut hatte, wie heute. Mir war aber auch da schon klar, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein soll, oder wenigstens, wie sie sein könnte. Die Armeen der Welt sind Ausdruck eines Mangels, und nicht Ausdruck irgendeiner Glorie.

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„Ich bin das Brot des Lebens“ (7. So. n. Trinitatis, 4.8.2019)

ELKG 052 • Joh 6,30–35 (Lut 17, Elb 06)

Foto: D. Vorberg

Unsere Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht: „Mose gab ihnen Brot vom Himmel zu essen“. Was für ein Werk tust du?

nach Vers 30

Gestern hatte Jesus mit fünf Broten und drei Fischen 5.000 Leute satt gemacht. Heute stehen wieder Leute vor Jesus und bitten ihn um Zeichen. Warum?

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„Leben aus der Taufe“ (6. So. n. Trinitatis, 28.7.2019)

ELKG 051 • 1.Petr 2,2–10 (Lut 17, Elb 06)

Die Taufe ist eine unscheinbare Angelegenheit: Ein bisschen Wasser, ein paar Worte. Das war’s. Die Feier drumherum ist nur Dekoration. Und selbst die ist schnell vorbei. Doch die Wirklichkeit reicht weit über den Moment hinaus. — Das hier auf dem Bild ist keine Scheibe.

„Vertikaler Erdkilometer“ Foto: Kai Oesterreich, via Wikipedia, beschnitten. CC BY-SA 4.0.
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