„Vierfacher Acker“ (Sexagesimae, 24.2.2019)

ELKG 021 • Apg 16,9–15 (Lut 17, Elb 06)

„Die Taufe der Lydia“, Gemälde von Marie Ellenrieder (1861), Alte Nationalgalerie Berlin

Eine Vision lenkt die Schritte Paulus’ und seiner Begleiter in die Stadt Philippi. Hier treffen sie die Purpurhändlerin Lydia. Sie ist der erste Mensch aus dem heutigen Europa, der Christ wird. Wir erfahren vergleichsweise viel über sie. Lasst uns mal schauen, was das ist!

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„Lohn und Gnade“ (Septuagesimae, 17.2.2019)

ELKG 020 • Pred 7,15–18 (Lut 17, Elb 06)

Wie bitte?

Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nicht übermäßig weise:
Warum willst du dich zugrunde richten?

Sei nicht allzu gottlos und sei nicht töricht:
Warum willst du sterben, ehe deine Zeit da ist?

Verse 16–17 (Elberfelder Bibel, 2006)

Also mit anderen Worten: „Sei nicht zu gut und auch nicht zu böse“. — Das soll in der Bibel stehen? Dem selben Buch, in dem auch die Zehn Gebote stehen und das ganze Mosaische Gesetz?

Jeder, der schon mal in einer Studenten-WG gelebt hat, weiß, wie nervig Mitbewohner sein können, die „zu böse“ sind, und denen die Regeln des menschlichen Zusammenlebens einfach egal sind. Insbesondere ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Empfinden für Hygiene ist hier ein weites Feld für Meinungsverschiedenheiten. Umgekehrt kann ein pedantischer Mitbewohner, der immer und überall etwas zu meckern findet, eine echte Stimmungsbremse sein.

Foto: Eine WG-Erinnerung aus eigener Produktion(!) von D. Vorberg. Mutige dürfen auf das Bild klicken, um den Inhalt zu sehen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Wie finde ich aber ein Maß zwischen „gut“ und „böse“? Und wer weist mich zurecht, wenn ich falsch liege?

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„Verklärung“ (Letzter So. n. Epiphanias, 10.2.2019)

ELKG 019 • Ex 3,1–8 (Lut 17, Elb 06)

In manchen Gemeinden wird dieser Sonntag als „4. Sonntag vor der Passionszeit“ gefeiert, mit einer anderen Textauswahl. Das ist der letzte, wo es diese Neuerung gibt. Ab nächster Woche sollte es wieder besser passen – theoretisch!

Ein Ausschnitt aus „Der Prinz von Ägypten“ (USA 1999)

Und der Engel des Herrn erschien Moses in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch.

Ex 3,2

Begegnungen mit Gott können sehr unterschiedlich aussehen. In der Bibel kann Gott den Menschen in Naturmächten gegenübertreten: Wetter, Vulkanausbrüche, Feuer und Erdbeben. Er kann uns aber auch ganz anders ansprechen, wie in dem „stillen, sanften Sausen“, das dem Propheten Elia viele Jahre später an der selben Stelle begegnet (1.Kön 19,12). Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen, den ich in dieser Filmszene gut gelungen finde, und dann eine Linie ziehen zum Evangelium des heutigen Sonntags, der „Verklärung Christi“ bei Matthäus (Kap. 17,1–9).

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„Der Herr der Naturmächte“ (4. So. n. Epiphanias, 3.2.2019)

ELKG 017 • Jes 51,9–16 (Lut 17, Elb 06)

An diesen Sonntag wird besonders deutlich, dass die Zeit der Umstellung von der alten auf die neue Leseordnung und vom alten auf das neue Gesangbuch ein gewisses Durcheinander mit sich bringen: Wo früher der 4. Sonntag nach Epiphanias war, ist heute der 5. Sonntag vor der Passionszeit mit ganz neu zusammengestellten Texten. Ich habe mich entschieden, hier den Predigttext der alten Ordnung auszulegen, weil ich hier den neuen und den alten Gedanken zusammen ansprechen kann.

Über Dortmund-Eichlinghoven ziehen sich Wolken zusammen. Foto: D. Vorberg

Gott ist nicht einfach Herr über die Naturmächte, sondern er ist auch der Herr, der redet und durch sein Wort unter uns gegenwärtig ist. Wind und Wellen, Blitz und Donner sind beeindruckend und flößen einem Respekt ein. Aber eine Beziehung kann man zu ihnen nicht haben. Für eine Beziehung muss man sich verstehen: reden und hören.

Der Prophet Jesaja spricht zum Volk Israel: „Ich bin der Herr, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten – sein Name heißt Herr Zebaoth –; ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen“.

aus Jes 51,15 und 16
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„Der Heiden Heilland“ (3. So. n. Epiphanias, 27.1.2019)

ELKG 016 • Joh 4,5–14 • Luther 2017Elberfelder 

Grenzen überschreiten – Leben retten.

Foto: Roger McLassus CC BY-SA 3.0 (Wikipedia)

Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.

Vers 9

Jesus reist durch Samarien. Er bekommt Durst, setzt sich an einen Brunnen und wartet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine samaritanische Frau kommt, um Wasser zu schöpfen. Aber um die „sechste Stunde“ (Vers 6) ist am Brunnen sonst nichts los, denn es ist die heißeste Zeit des Tages. Warum kommt die Frau ausgerechnet um diese Zeit an den Brunnen? Und warum spricht Jesus sie an, obwohl ihm klar ist, dass die Frau eine Unterhaltung mit einem Juden abstoßend finden wird?

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„Der Freudenmeister“ (2. So. n. Epiphanias, 20.1.2019)

ELKG 015 • Röm 12,9–16 • Luther 2017 • Basisbibel

Friede, Freude, Eierkuchen? Das Gemeindeleben war auch zu Paulus‘ Lebzeiten kein Zuckerschlecken…

Zwei Eierkuchen mit Zimt und Zucker (Public Domain)

„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ (Vers 12)

Dass auch Menschen, die Jesus persönlich kennen gelernt haben „in Trübsal“ gefangen sind und weinen (Vers 15) kommt uns vielleicht seltsam vor. Haben denn nicht gerade sie fast schon die Pflicht, jetzt – mit dieser Freudenbotschaft im Herzen – dauerhaft fröhlich zu sein?

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„Taufe Jesu“ (1. So. n. Epiphanias, 13.1.2019)

ELKG 014 • 1. So. nach Epiphanias • Jos 3,5–11.17 • Luther 2017 • Elberfelder

Trockenen Fußes und mit frisch gewaschenen Haaren durch den Jordan.

Joshua passing the River Jordan with the Ark of the Covenant (Benjamin West, 1800)

„Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.“ Vers 17

Nach dem Tod von Mose beginnt mit Josua für das Volk Israel ein neuer Abschnitt auf der Reise durch die Wüste. Der Jordan wird für sie jedoch zum unüberwindbaren Hindernis. Was sollen sie tun?

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„Die Herrlichkeit Christi“ (Epiphanias, 6.1.2019)

ELKG 013 • Fest der Erscheinung des Herrn: Epiphanias •  Jes 60,1–6 • Luther 2017Elberfelder

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!“ (Vers 1)

Gerade in dieser dunklen Jahreszeit üben Texte über Dunkelheit und Licht auf mich eine besondere Faszination aus. In die Dunkelheit hinein – mitten in unsere Welt – geht die Herrlichkeit Gottes auf.

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„Simeon“ (1. So. n. Weihnachten, 30.12.2018)

ELKG 09 • Joh 12,44–50 (Lut 17, Elb 06)

Gott ist Christus-förmig:

Christus spricht: „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“. (Vers 45)

Auf dem Foto ist ein Stern zu sehen, ein Weihnachtsbaum-Anhänger aus Porzellan. In der Mitte ist der selbe Stern noch einmal ausgeschnitten. Der große und der kleine Stern haben sie selbe Form. Wenn wir den einen sehen, wissen wir, wie der andere aussieht. So ist es auch mit Christus und Gott-Vater: Wenn wir den einen sehen, wissen wir, wie der andere ist. „„Simeon“ (1. So. n. Weihnachten, 30.12.2018)“ weiterlesen

„Die nahende Freude“ (So, 23. Dezember)

ELKG 04 • 4. Sonntag im Advent • „Die nahende Freude“ • So, 23. Dezember 2018 • Vorgesehener Predigttext: 2.Kor 1,18–22 • Luther 2017Elberfelder

Verheißung–Erfüllung: Das ist ein Grundmuster biblischen Selbstverständnisses. Im Neuen Testament finden wir als ein zentrales Anliegen, was Paulus hier auf den Punkt bringt: 

Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm [Jesus Christus] das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. — Vers 20

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