„Glaube und Werke“ (18. So. n. Trinitatis, 20.10.2019)

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ELKG 063 • Jak 2,14–26Luther 2017Neue Genfer Übersetzung

In der Kirche gibt es so viele Menschen, die sich gerne und viel engagieren. Meistens sind es immer dieselben Menschen, die man sowohl am Sonntag im Gottesdienst als auch unter der Woche in verschiedenen Gemeindekreisen sieht. Es ist wunderbar zu sehen, wenn Menschen die Gemeinschaft mit Gott und ihren Mitmenschen suchen und sich nicht zu schade sind, auch am Gartentag die Harke in die Hand zu nehmen. Andere Menschen sind in Gedanken mit dabei und tragen die Kirche im Gebet und auch in finanzieller Hinsicht. Was in der Kirche „Früchte des Glaubens“ genannt wird, wird hier deutlich.

Was aber, wenn diese Früchte ganz anders aussehen? Letzte Woche haben die Medien durch eine Schreckensmeldung aus Halle/Saale auf sich aufmerksam gemacht: Ein rechtsextremistisch und antisemitisch eingestellter Mann hat nach dem misslungenen Versuch, das Jom Kippur-Fest in einer Synagoge gewaltsam zu durchbrechen, auf seinem Weg wahllos zwei Menschen erschossen. Auch hier steht hinter dem Tun ein Glaube – doch ein völlig fehlgeleiteter.

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„Sieghafter Glaube“ (17. So. n. Trinitatis, 13.10.2019)

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ELKG 062 • Jos 2,1–21Luther2017Elberfelder

Die ganze Geschichte hat etwas von einem Krimi. Ein Geheimnis jagt das nächste. Ständig  ist von „heimlich“ und „sich verbergen“ die Rede. Und wie oft wird in einer biblischen Geschichte den Abgesandten eines Königs schon frech ins Gesicht gelogen?

Aber die Frau nahm die beiden Männer und verbarg sie. […] Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat.

Wie lassen sich Heimlichkeiten und Lüge mit dem Plan Gottes für die Menschen zusammendenken?

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„Irdische Güter“ (15. So. n. Trinitatis, 29.9.2019)

ELKG 060 • 1.Petr 5,5b–11 (Lut 17, Elb 06)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Verse 6 und 7

Die „Sorge“ ist immer etwas, das auf die Zukunft gerichtet ist. Christen wissen, dass ihre Zukunft ganz in der Hand Gottes liegt. Wir gehen in der Zeit voran, doch unser Blick ist über den Horizont hinaus auf das Himmelreich gerichtet. Könnte das nicht dazu führen, dass es uns so geht wie dem jungen Mann auf dem Bild hier?

Hand Guck-in-die-Luft
H. Hoffmann: Der Struwwelpeter: Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft, 1858. Gemeinfrei.
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„Der dankbare Samariter“ (14. So. n. Trinitatis, 22.9.2019)

ELKG 059 • Gen 28,10–19a(19b–22) (Lut 17, Elb 06)

William Blake: Jocob’s Dream (Object 4, c. 1805, British Museum, 37.0 x 29.2 cm)

Im Traum sah Jakob die „Himmelsleiter“ und wie die Engel darauf hoch- und runterlaufen. An ihrer Spitze war Gott und wiederholte das Versprechen für Jakob, das er einst seinem Großvater Abraham gegeben hatte. Morgens dann reagierte Jakob unter anderem so:

Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: „Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise …, so soll der HERR mein Gott sein“.

Aus Vers 20 und 21

Wie? Jakob stellt eine Bedingung? „Wird Gott mit mir sein, dann…“ Ich wusste gar nicht, dass das geht!

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„Der barmherzige Samariter“ (13. So. n. Trinitatis, 15.9.2019)

ELKG 058 • Mk 3,31–35 (Lut 17, Elb 06)

Christusfigur von Max Uecker, 1965. Bethlehemgemeinde, Bremen. Foto: D. Vorberg.

Das muss für Jesu Verwandte ganz schön hart gewesen sein:

Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: „Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder“.

Vers 34

Wir sind von Jesus nicht gewöhnt, dass er zu jemandem so schroff ist. Insbesondere gegenüber seiner Mutter würde man das nicht erwarten. Was hat es damit auf sich?

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„Die große Krankenheilung“ (12. So. n. Trinitatis, 8.9.2019)

ELKG 057 • Apg 3,1–10 (Lut 17, Elb 06)

Petrus, Johannes heilen einen Gelämten, Apg 3. Masolino da Panicale (1383–1447), Florenz.

So hatte sich der Bettler das nicht vorgestellt!

Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!

Aus Vers 6

Jemand erzählte mir von seiner sehr frommen Schwiegermutter: Wenn jemand zu ihr an die Tür kam, um zu betteln, bekam er auch kein Silber und kein Gold; auch nicht Geld oder etwas zu essen, sondern ein missionarisches Flugblatt.

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„Pharisäer und Zöllner“ (11. So. n. Trinitatis, 1.9.2019)

ELKG 056 • Hi 23,1–17 (Lut 17, Elb 06)

William Blake: „Hiob in seiner Verzweiflung“ (1805, Ausschnitt)

Joan Osborne hat in ihrem Popsong gefragt:

If God had a name
what would it be?
And would you call it to his face
if you were faced with
him and all his glory?
What would you ask
if you had just one question?

Hiob weiß ganz genau, was er sagen würde:

Ach daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Thron kommen könnte! So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.

Verse 3–5
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„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)

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ELKG 055 • Mk 12,28–34LutherübersetzungElberfelder

Die Aussage dieses Textes ist bekannt als das Doppelgebot der Liebe: Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Zu wem spricht Jesus dieses Wort?

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?   — Vers 28

Schriftgelehrte sind in den Evangelien sonst nicht dafür bekannt, von Jesus in ihrer Rolle als Schriftgelehrte wertgeschätzt zu werden. Was ist hier anders? „„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)“ weiterlesen

„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)

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ELKG 054 • Philipper 3,(4b–6)7–14 • Luther 2017Elberfelder

In diesem Abschnitt in Philipper 3 wird der Kerngedanke der lutherischen Theologie entfaltet: Die Rechtfertigung allein aus Glauben.

Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. – Verse 8 und 9
 

Paulus hat seine eigenen Ruhmestaten nicht nur als unwichtig, sondern sogar als „Schaden“, schädlich angesehen. Was heißt es, Christus im eigenen Leben ganz die Regie zu überlassen?  „„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)“ weiterlesen