„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)

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ELKG 055 • Mk 12,28–34LutherübersetzungElberfelder

Die Aussage dieses Textes ist bekannt als das Doppelgebot der Liebe: Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Zu wem spricht Jesus dieses Wort?

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?   — Vers 28

Schriftgelehrte sind in den Evangelien sonst nicht dafür bekannt, von Jesus in ihrer Rolle als Schriftgelehrte wertgeschätzt zu werden. Was ist hier anders? „„Das höchste Gebot“ (10. So. n. Trinitatis, 25.8.2019)“ weiterlesen

„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)

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ELKG 054 • Philipper 3,(4b–6)7–14 • Luther 2017Elberfelder

In diesem Abschnitt in Philipper 3 wird der Kerngedanke der lutherischen Theologie entfaltet: Die Rechtfertigung allein aus Glauben.

Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. – Verse 8 und 9
 

Paulus hat seine eigenen Ruhmestaten nicht nur als unwichtig, sondern sogar als „Schaden“, schädlich angesehen. Was heißt es, Christus im eigenen Leben ganz die Regie zu überlassen?  „„Rechtfertigung“ (9. So. n. Trinitatis, 18.8.2019)“ weiterlesen

„Früchte des Geistes“ (8. So. n. Trinitatis, 11.8.2019)

ELKG 053 • Jes 2,1–5 (Lut 17, Elb 06)

Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen
und ihre Spieße zu Sicheln.
Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben,
und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 

Kommt nun, ihr vom Hause Jakob,
lasst uns wandeln im Licht des HERRN!

Verse 4b und 5
Uffz Vorberg beim Scharfschießen, Januar 1999.

Ich bin ausgebildet im Kriegshandwerk und ich habe andere im Kriegshandwerk ausgebildet. Ich habe gelernt, Menschen zu töten und ich habe anderen beigebracht, Menschen zu töten. Als ich bei der Bundeswehr war, war mir das sehr bewusst, auch wenn ich damals mit Glauben noch nicht so viel am Hut hatte, wie heute. Mir war aber auch da schon klar, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein soll, oder wenigstens, wie sie sein könnte. Die Armeen der Welt sind Ausdruck eines Mangels, und nicht Ausdruck irgendeiner Glorie.

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„Ich bin das Brot des Lebens“ (7. So. n. Trinitatis, 4.8.2019)

ELKG 052 • Joh 6,30–35 (Lut 17, Elb 06)

Foto: D. Vorberg

Unsere Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht: „Mose gab ihnen Brot vom Himmel zu essen“. Was für ein Werk tust du?

nach Vers 30

Gestern hatte Jesus mit fünf Broten und drei Fischen 5.000 Leute satt gemacht. Heute stehen wieder Leute vor Jesus und bitten ihn um Zeichen. Warum?

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„Leben aus der Taufe“ (6. So. n. Trinitatis, 28.7.2019)

ELKG 051 • 1.Petr 2,2–10 (Lut 17, Elb 06)

Die Taufe ist eine unscheinbare Angelegenheit: Ein bisschen Wasser, ein paar Worte. Das war’s. Die Feier drumherum ist nur Dekoration. Und selbst die ist schnell vorbei. Doch die Wirklichkeit reicht weit über den Moment hinaus. — Das hier auf dem Bild ist keine Scheibe.

„Vertikaler Erdkilometer“ Foto: Kai Oesterreich, via Wikipedia, beschnitten. CC BY-SA 4.0.
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„Der rettende Ruf“ (5. So. n. Trinitatis, 21.7.2019)

ELKG 050 • Mt 9,35–10,1(2–4)5–10Luther 2017Elberfelder

Foto: D. Vorberg

Umsonst habt ihr’s empfangen,
umsonst gebt es auch.

Aus Vers 8

Das Wasser, das aus der Leitung kommt, hat keinen Preis. Man zahlt bei den Stadtwerken nicht für das Wasser, sondern für die Bereitstellung des Wassers. Was soll das? Und was hat das mit dem Dienst der Pastoren zu tun?

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„Die Gemeinde der Sünder“ (4. So. n. Trinitatis, 14.7.2019)

ELKG 049 • Lk 6,36–42 • Luther 2017Elberfelder

WWJD – What would Jesus do. So steht es auf manchen Armbändern, die – vor allem junge – Christen an ihrem Handgelenk mit sich herumtragen. Doch was bedeutet es, Jesus zum einzigen Maßstab meines Handelns zu machen?

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister. (Lukas 6, Vers 40)

Uns wird hier ein sehr weiter Weg angekündigt. Wir schaffen es erst, wie Jesus zu leben, wenn wir alles gelernt. Dass das potentiell möglich ist, wird hier zumindest nicht ausgeschlossen. Jesus gibt in den ersten beiden Versen unseres Abschnittes (V. 36 + 37) klar Anweisungen, wie wir in seinem Namen handeln sollen. „„Die Gemeinde der Sünder“ (4. So. n. Trinitatis, 14.7.2019)“ weiterlesen

„Das Wort von der Versöhnung“ (3. So. n. Trinitatis, 7.7.2019)

ELKG 048 • 1.Tim 1,12–17 • Luther 2017Elberfelder

Schützt Unwissenheit vor Strafe? Der Apostel Paulus nennt seine Unwissenheit hier als Begründung für seine Zeit als Christenverfolger und die Barmherzigkeit, die ihm daraufhin von Gott widerfahren ist.

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. (V. 12-13)

Wie kommt es, dass Paulus von Gott nicht zur Verantwortung für seine Taten gezogen wurde? Ist das nicht ungerecht?

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„Die Einladung“ (2. So. n. Trinitatis, 30.6.2019)

ELKG 047 • Jes 55,1–5Luther 2017 Elberfelder

Geld ist ein schwieriges Thema in der Gesellschaft. Noch schwieriger anzusprechen, wenn keines da ist. Diese Erfahrung mussten auch schon die Menschen zu Zeiten des Alten Testaments machen.

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! (Jesaja 55, Vers 1)

Was der Prophet Jesaja hier vorschlägt, klingt in unseren kapitalistisch geprägten Ohren wie eine Abzocke. Kaufen ohne Geld? Da zieht immer einer den Kürzeren. Das kann nicht funktionieren!

„„Die Einladung“ (2. So. n. Trinitatis, 30.6.2019)“ weiterlesen

„Apostel und Propheten“ (1. So. n. Trinitatis, 23.6.2019)

ELKG 046 • Joh 5,39–47Luther 2017Neue Genfer Übersetzung

Die Bibel wurde als Ganze inzwischen in 674 Sprachen übersetzt (Teile der Bibel in 3324 Sprachen). Viele Menschen lesen auch heute regelmäßig in der Bibel. Einige Menschen haben ihr ganzes Leben damit verbracht, die Bibel zu erforschen. Dazu zählen auch die Menschen, zu denen Jesus hier spricht:

„Ihr forscht in der Schrift, weil ihr meint, durch sie das ewige Leben zu finden. Aber gerade die Schrift weist auf mich hin.“ (Joh 5,39 in der Neuen Genfer Übersetzung)

Die angesprochenen Personen im Text sind fleißige Bibelforscher. Sie untersuchen die Texte, lesen sehr viel, denken über das Gelesene nach und sind mit Ernst bei der Sache. Der Evangelist Johannes schreibt hier, dass sie sich von ihrem Bibelstudium alles erwarten. Wenn sie sich an all das halten, was die Gesetzestexte von ihnen verlangen, dann werden sie das ewige Leben bekommen.

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