„Die nahende Freude“ (So, 23. Dezember)

ELKG 04 • 4. Sonntag im Advent • „Die nahende Freude“ • So, 23. Dezember 2018 • Vorgesehener Predigttext: 2.Kor 1,18–22 • Luther 2017Elberfelder

Verheißung–Erfüllung: Das ist ein Grundmuster biblischen Selbstverständnisses. Im Neuen Testament finden wir als ein zentrales Anliegen, was Paulus hier auf den Punkt bringt: 

Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm [Jesus Christus] das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. — Vers 20

Im Gottesdienst am Heiligen Abend werden in vielen Gemeinden die „Weissagungen“ aus dem Alten Testament verlesen. Darunter:

  • Jesaja, der den Immanuel verheißen hat (Jes 7,14).
  • Micha, der der Stadt Bethlehem voraussagt, dass der Retter aus ihr kommen wird (Micha 5,1–3). 
  • Sacharja, der der Stadt Jerusalem voraussagt, dass der König sie auf einem Esel reitend betreten wird (Sach 9,9–10).

Dabei wissen wir, dass die Propheten und die Menschen, denen sie das zuerst gesagt haben, den Namen Jesu Christi nicht kannten. Aber zusammen mit vielen Menschen, die in Gottes Wort gelebt haben, glauben wir, dass sie vom Messias, vom Befreier Israels, ja vom Heiland aller Menschen handeln. Von Ostern her kennen wir auch seinen Namen und seine Wahre Bestimmung. Er ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Ja, er ist Gott selbst, der als Mensch zu uns gekommen ist, um uns zu erlösen. Deswegen, weil er Gott ist, sagen wir „durch ihn das Amen, Gott zum Lobe“.

Denkanstöße

  • Die „Weissagungen“ klingen so richtig „nach Weihnachten“. Zu jeder dieser Bibelstellen gibt es Lieder im Gesangbuch, die mehr oder weniger deutlich auf sie anspielen. Welche fallen Dir ein?
  • Die Verheißungen sind keine „magischen“ Voraussagen, sondern wir lernen aus ihnen etwas darüber, wie Jesus ist. Welche Aspekte der Person Jesu spiegeln sich jeweils in den Verheißungen?
  • Wenn ich alleine bete, ende ich in aller Regel mit „Amen“. Öffentliche Gebete im Gottesdienst haben oft folgenden Schluss. „Durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen“. Wie ist das bei dir? Was bedeutet dir der „große“ Gebetsschluss? 

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