„Der kommende Herr“ (So, 2. Dezember)

ELKG 01 • 1. Sonntag im Advent • „Der kommende Herr“ • So, 2. Dezember 2018 • Vorgesehener Predigttext: Apk 5,1–5 (6–14) • Luther 2017Elberfelder

„Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.“ Offenbarung des Johannes, Kapitel 5, Vers 5

Das Buch mit sieben Sigeln. Inzwischen ein geläufiges Sprichwort, ist es im biblischen Kontext doch sehr rätselhaft. Was steht drin? Und warum konnte es vorher keiner öffnen? Eine wirkliche Antwort darauf bekommen wir in der Offenbarung des Johannes nicht. Sicher ist allerdings, dass mit dem Brechen der sieben Siegel die Endzeit eingeläutet wird.

Mit dem Verweis auf David aus dem Stamm Juda wird deutlich, dass die alttestamentlichen Verheißungen, die auf die Freudenzeit am Ende der Zeit hinweisen, nun erfüllt werden. Jesus Christus als das Lamm Gottes, dass geschlachtet wurde und „mit seinem Blut Menschen für Gott erkauft hat aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen“ (Vers 9). Jesus Christus hat mit seinem Tod die Endzeit schon begonnen. Am Ende kommt er wieder und bricht die sieben Siegel auf – die reine Freudenzeit in der Gegenwart Gottes beginnt. Jesus Christus bildet damit sowohl den Anfangs- als auch den Endpunkt der Endzeit. Wir leben schon jetzt darin, und doch ist es noch Zukunftsmusik.

Denkanstöße

  • In den letzten Wochen stammten viele Predigttexte aus der Offenbarung des Johannes. Dieses apokalyptische Buch wird von manchen Lesern ebenfalls als „Buch mit sieben Siegeln“ wahrgenommen. Hat sich deine Einstellung zu der Offenbarung geändert? Inwiefern?
  • Das Thema „Endzeit“ wird in dem Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (ELKG 14 / EG 16) von Jochen Klepper sehr eindrücklich dargestellt. Welche Motive spielen hier eine Rolle? Welche menschlichen Empfindungen werden hier angesprochen? Ich nenne hier exemplarisch die Strophen 1 + 5 (die anderen lohnen sich aber auch):

1) Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern! Auch wer zur Nacht geweine, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

5) Gott will im Dunkeln wohnen und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt. Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.

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