„Der Knecht wird zum Licht aller Völker“ (So., 23. September)

ELKG 062 • 17. Sonntag nach Trinitatis • „Der Knecht wird zum Licht aller Völker“ • So., 23. September 2018 • Vorgesehener Predigttext: Jesaja 49,1-6 • Luther 2017

„Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.“

Was war passiert mit den Stämmen Jakobs und mit dem Volk Israel? Im Buch des Propheten Jesaja wird zuvor geschildert, wie das Volk Israel von den Babyloniern ins Exil verschleppt wurde. Fern von ihrer Heimat und fern von ihrem Ort der Begegnung mit Gott – dem Tempel – war ihre Verzweiflung groß. Sie fühlten sich von Gott im Stich gelassen. Und Gott reagiert. Er beruft keine Streitmacht und keinen König, der das Volk mit Gewalt wieder zu ihrem Recht bringt. Sondern er beruft einen Knecht, der sich selbst für unnütz hält. Dieser Knecht soll jedoch nicht nur die schwierige Aufgabe erfüllen, das Volk Israel aus dem Exil zu befreien, sondern er soll zum Licht der Völker werden – und zwar aller Völker. Der Kleinste wird ganz groß. Der Unscheinbarste zum Heilbringer.

Denkanstöße

  • Überfordert Gott den Knecht mit dieser großen Aufgabe, das Volk Israel aus dem Exil zurückzubringen?
  • Was macht ein „Licht der Völker“ eigentlich genau? Ist das eine reine Vorbildfunktion oder ist dieser Posten an eine bestimmte Leistungserwartung geknüpft?
  • Wo habe ich Gott nicht zugetraut, dass er aus dem Kleinsten oder scheinbar Unnützesten Großes entstehen lassen kann?

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