„Der Herr und sein Volk“ (Israelsonntag, 5. August)

ELKG 055 • 10. Sonntag nach Trinitatis • „Der Herr und sein Volk“ • So, 5. August 2018 • Vorgesehener Predigttext: Röm 9,1–5.31–10,4 („Die bleibende Erwählung Israels“) • Luther 2017Basisbibel

»Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.« (Vers 33, Jer 8,14; 28,16)

Schon an der Angabe des Predigt-Abschnittes kann man erkennen, dass hier vorsichtig und leise getreten wird: „Bloß nichts falsch machen!“ Und ja, es geht nicht nur um politische Korrektheit „der Deutschen“ gegenüber „den Juden“, sondern es gilt, einen differenzierten und hoch-spannungsreichen Gedankengang zu erfassen. Einzelne Verse, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, können leicht ein schiefes Bild hinterlassen.

Gedankenanstöße

  • Die christliche Kirche hat ihren Anfang genommen in einer jüdischen „Sekte“. Die ersten Christen haben unbefangen (als Juden) für Juden gebetet, dass sie die Wahrheit in Christus erkennen mögen. Dürfen wir das als Heiden auch?
  • Paulus setzt sich im Römerbrief ausführlich damit auseinander, wie Christen und Juden zueinander und jeweils zum Herrn Christus stehen. Die Kapitel  9–12 handeln davon.
  • Die Christenheit ist die größte Weltreligion. Verglichen damit das Judentum eine verschwindend kleine Gruppe. Wie soll sich dieser Unterschied in unserer Haltung den Juden gegenüber spiegeln? Wie schlägt er sich nieder in öffentlichen Gebeten?

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