„Das Weltgericht“ (Vorletzter Sonntag, 17.11.2019)

ELKG 071 • Hi 14,1–6(7–12)13(14)15–17 (Lut 17, Elb 06)

Mississippi River. Foto: Ben Murray (Ausschnitt) via Pixabay.

Hiob meint, er wurde schwer getroffen von einem harten Gericht Gottes. Er kann den Sinn in einem Leben nicht mehr sehen. Als ein Sinnloser will er lieber von Gott in Ruhe gelassen werden, als noch unter seinen Augen leben.

…blicke doch weg vom Menschen, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut.

Vers 6

Was hat es auf sich mit dem Tag, auf den sich der Tagelöhner freut?

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„Mitten unter uns“ (Drittletzter Sonntag, 10.11.2019)

ELKG 070 • Lk 17,20–24 (Lut 17, Elb 06)

WKIDESIGN, via Pixabay.

Wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.

aus Vers 24

Wir haben es ja leicht: Wir wissen, was das ist. Blitze entstehen, wenn elektrostatische Ladungen in den Wassertröpfchen der Wolken sich entladen. Es kommt zu einem Lichtphänomen. Die Luft wird schlagartig erhitzt und beim Zusammenziehen entstehen Schallwellen. Es donnert.

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„Die Ordnungen Gottes“ (20. So. n. Trinitatis, 3.11.2019)

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ELKG 065 • Gen 8,18–22 • Luther 2017Elberfelder

Letzten Sonntag war Zeitumstellung. Die einen freuen sich über eine Stunde mehr Schlaf, die anderen regen sich darüber auf, dass ihr Tagesrhythmus wieder ganz aus dem Takt kommt. Wie ist das, wenn Menschen an den von Gott festgesetzten Ordnungen drehen?

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.  – V. 22

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„Heilung an Leib und Seele“ (19. So. n. Trinitatis, 27.10.2019)

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ELKG 064 • Joh 5,1–16Luther 2017Elberfelder

„Willst du gesund werden?“ Der Mann liegt schon seit 38 Jahren krank auf seiner Matte und kann sich nicht bewegen. Was ist das für eine Frage, die Jesus dem Mann stellt? Warum sollte er nicht gesund werden wollen?

Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank. Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.

Der Mann weiß genau, wie die Dinge laufen. Die Frage Jesu „Willst du gesund werden?“ hat er gar nicht ernst genommen. Er weiß nicht, wer da vor ihm steht und ihm diese Frage stellt. Er weiß auch nicht, wie viele Menschen Jesus von ihren Krankheiten schon geheilt hat. Der Mann am Teich Betesda reagiert ganz rational. Er erklärt dem Fremden, wo das Problem mit dem Gesundwerden liegt: Er kommt nicht schnell genug zum Wunderteich. Der Mann erklärt Jesus, wie seine Welt funktioniert.

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„Glaube und Werke“ (18. So. n. Trinitatis, 20.10.2019)

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ELKG 063 • Jak 2,14–26Luther 2017Neue Genfer Übersetzung

In der Kirche gibt es so viele Menschen, die sich gerne und viel engagieren. Meistens sind es immer dieselben Menschen, die man sowohl am Sonntag im Gottesdienst als auch unter der Woche in verschiedenen Gemeindekreisen sieht. Es ist wunderbar zu sehen, wenn Menschen die Gemeinschaft mit Gott und ihren Mitmenschen suchen und sich nicht zu schade sind, auch am Gartentag die Harke in die Hand zu nehmen. Andere Menschen sind in Gedanken mit dabei und tragen die Kirche im Gebet und auch in finanzieller Hinsicht. Was in der Kirche „Früchte des Glaubens“ genannt wird, wird hier deutlich.

Was aber, wenn diese Früchte ganz anders aussehen? Letzte Woche haben die Medien durch eine Schreckensmeldung aus Halle/Saale auf sich aufmerksam gemacht: Ein rechtsextremistisch und antisemitisch eingestellter Mann hat nach dem misslungenen Versuch, das Jom Kippur-Fest in einer Synagoge gewaltsam zu durchbrechen, auf seinem Weg wahllos zwei Menschen erschossen. Auch hier steht hinter dem Tun ein Glaube – doch ein völlig fehlgeleiteter.

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„Sieghafter Glaube“ (17. So. n. Trinitatis, 13.10.2019)

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ELKG 062 • Jos 2,1–21Luther2017Elberfelder

Die ganze Geschichte hat etwas von einem Krimi. Ein Geheimnis jagt das nächste. Ständig  ist von „heimlich“ und „sich verbergen“ die Rede. Und wie oft wird in einer biblischen Geschichte den Abgesandten eines Königs schon frech ins Gesicht gelogen?

Aber die Frau nahm die beiden Männer und verbarg sie. […] Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat.

Wie lassen sich Heimlichkeiten und Lüge mit dem Plan Gottes für die Menschen zusammendenken?

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„Irdische Güter“ (15. So. n. Trinitatis, 29.9.2019)

ELKG 060 • 1.Petr 5,5b–11 (Lut 17, Elb 06)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Verse 6 und 7

Die „Sorge“ ist immer etwas, das auf die Zukunft gerichtet ist. Christen wissen, dass ihre Zukunft ganz in der Hand Gottes liegt. Wir gehen in der Zeit voran, doch unser Blick ist über den Horizont hinaus auf das Himmelreich gerichtet. Könnte das nicht dazu führen, dass es uns so geht wie dem jungen Mann auf dem Bild hier?

Hand Guck-in-die-Luft
H. Hoffmann: Der Struwwelpeter: Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft, 1858. Gemeinfrei.
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„Der dankbare Samariter“ (14. So. n. Trinitatis, 22.9.2019)

ELKG 059 • Gen 28,10–19a(19b–22) (Lut 17, Elb 06)

William Blake: Jocob’s Dream (Object 4, c. 1805, British Museum, 37.0 x 29.2 cm)

Im Traum sah Jakob die „Himmelsleiter“ und wie die Engel darauf hoch- und runterlaufen. An ihrer Spitze war Gott und wiederholte das Versprechen für Jakob, das er einst seinem Großvater Abraham gegeben hatte. Morgens dann reagierte Jakob unter anderem so:

Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: „Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise …, so soll der HERR mein Gott sein“.

Aus Vers 20 und 21

Wie? Jakob stellt eine Bedingung? „Wird Gott mit mir sein, dann…“ Ich wusste gar nicht, dass das geht!

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„Der barmherzige Samariter“ (13. So. n. Trinitatis, 15.9.2019)

ELKG 058 • Mk 3,31–35 (Lut 17, Elb 06)

Christusfigur von Max Uecker, 1965. Bethlehemgemeinde, Bremen. Foto: D. Vorberg.

Das muss für Jesu Verwandte ganz schön hart gewesen sein:

Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: „Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder“.

Vers 34

Wir sind von Jesus nicht gewöhnt, dass er zu jemandem so schroff ist. Insbesondere gegenüber seiner Mutter würde man das nicht erwarten. Was hat es damit auf sich?

„„Der barmherzige Samariter“ (13. So. n. Trinitatis, 15.9.2019)“ weiterlesen