„Der rettende Ruf“ (5. So. n. Trinitatis, 21.7.2019)

ELKG 050 • Mt 9,35–10,1(2–4)5–10Luther 2017Elberfelder

Foto: D. Vorberg

Umsonst habt ihr’s empfangen,
umsonst gebt es auch.

Aus Vers 8

Das Wasser, das aus der Leitung kommt, hat keinen Preis. Man zahlt bei den Stadtwerken nicht für das Wasser, sondern für die Bereitstellung des Wassers. Was soll das? Und was hat das mit dem Dienst der Pastoren zu tun?

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„Die Gemeinde der Sünder“ (4. So. n. Trinitatis, 14.7.2019)

ELKG 049 • Lk 6,36–42 • Luther 2017Elberfelder

WWJD – What would Jesus do. So steht es auf manchen Armbändern, die – vor allem junge – Christen an ihrem Handgelenk mit sich herumtragen. Doch was bedeutet es, Jesus zum einzigen Maßstab meines Handelns zu machen?

Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister. (Lukas 6, Vers 40)

Uns wird hier ein sehr weiter Weg angekündigt. Wir schaffen es erst, wie Jesus zu leben, wenn wir alles gelernt. Dass das potentiell möglich ist, wird hier zumindest nicht ausgeschlossen. Jesus gibt in den ersten beiden Versen unseres Abschnittes (V. 36 + 37) klar Anweisungen, wie wir in seinem Namen handeln sollen. „„Die Gemeinde der Sünder“ (4. So. n. Trinitatis, 14.7.2019)“ weiterlesen

„Das Wort von der Versöhnung“ (3. So. n. Trinitatis, 7.7.2019)

ELKG 048 • 1.Tim 1,12–17 • Luther 2017Elberfelder

Schützt Unwissenheit vor Strafe? Der Apostel Paulus nennt seine Unwissenheit hier als Begründung für seine Zeit als Christenverfolger und die Barmherzigkeit, die ihm daraufhin von Gott widerfahren ist.

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. (V. 12-13)

Wie kommt es, dass Paulus von Gott nicht zur Verantwortung für seine Taten gezogen wurde? Ist das nicht ungerecht?

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„Die Einladung“ (2. So. n. Trinitatis, 30.6.2019)

ELKG 047 • Jes 55,1–5Luther 2017 Elberfelder

Geld ist ein schwieriges Thema in der Gesellschaft. Noch schwieriger anzusprechen, wenn keines da ist. Diese Erfahrung mussten auch schon die Menschen zu Zeiten des Alten Testaments machen.

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! (Jesaja 55, Vers 1)

Was der Prophet Jesaja hier vorschlägt, klingt in unseren kapitalistisch geprägten Ohren wie eine Abzocke. Kaufen ohne Geld? Da zieht immer einer den Kürzeren. Das kann nicht funktionieren!

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„Apostel und Propheten“ (1. So. n. Trinitatis, 23.6.2019)

ELKG 046 • Joh 5,39–47Luther 2017Neue Genfer Übersetzung

Die Bibel wurde als Ganze inzwischen in 674 Sprachen übersetzt (Teile der Bibel in 3324 Sprachen). Viele Menschen lesen auch heute regelmäßig in der Bibel. Einige Menschen haben ihr ganzes Leben damit verbracht, die Bibel zu erforschen. Dazu zählen auch die Menschen, zu denen Jesus hier spricht:

„Ihr forscht in der Schrift, weil ihr meint, durch sie das ewige Leben zu finden. Aber gerade die Schrift weist auf mich hin.“ (Joh 5,39 in der Neuen Genfer Übersetzung)

Die angesprochenen Personen im Text sind fleißige Bibelforscher. Sie untersuchen die Texte, lesen sehr viel, denken über das Gelesene nach und sind mit Ernst bei der Sache. Der Evangelist Johannes schreibt hier, dass sie sich von ihrem Bibelstudium alles erwarten. Wenn sie sich an all das halten, was die Gesetzestexte von ihnen verlangen, dann werden sie das ewige Leben bekommen.

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„Der dreieinige Gott“ (Trinitatis, 16.6.2019)

ELKG 045 • 2.Kor 13,11–13 (Lut 17, Elb 06)

Valentin de Boulogne (1591–1632): „Paulus schreibt seine Briefe“

Dieser Briefschluss hat es in sich! Paulus zieht einen Strich und zieht die Summe von dem, was er nach Korinth hat schreiben wollen. Zwei griechische Wörter möchte ich für diesen Impuls auswählen, die in Luthers Übersetzung lauten:

Laßt euch zurechtbringen, laßt euch mahnen.

Aus Vers 11
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„Die Ausgießung des Heiligen Geistes“ (Pfingstsonntag, 9.6.2019)

ELKG 043 • Joh 14,15–26 (Lut 17, Elb 06)

Der Heilige Geist kommt als Taube von der Unterseite der Kanzel auf die Gemeinde herab . Heilig-Geist-Kirche, Heidelberg. Foto: D. Vorberg

Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Vers 26

Wo hier „Tröster“ steht, könnte auch „Ermahner“ stehen. Aber wie kann ein Wort im biblischen Griechisch so unterschiedliche Dinge bedeuten?

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„Die wartende Gemeinde“ (Exaudi, 2.6.2019)

ELKG 042 • Eph 3,14–21 (Lut 17, Elb 06)

Exaudi ist der Moment zwischen Blitz und Donner, zwischen Klausur und Noten, zwischen dem Aufheulen der Motoren und dem Abheben des Flugzeugs. Der Kosmos hält den Atem an zwischen der Himmelfahrt des auferstandenen Jesus und der Herabkunft des Heiligen Geistes. – In diesem Moment lesen wir ein Gebet von Paulus für die Heidenchristen in Ephesus:

Ich beuge meine Knie vor dem Vater…

Aus Vers 14
Foto: Pixabay (beschnitten)

Paulus kniet zum Beten. Das ist für uns vollkommen selbstverständlich, aber für Paulus und seine Leser war es ein statement.

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„Die betende Gemeinde“ (Rogate, 26.5.2019)

ELKG 040 • Joh 16,23b–28(29–32)33 (Lut 17, Elb 06)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.

aus Vers 23

Dieses Diagramm habe ich mal als Witz im Internet gefunden. Es passt sehr gut zu unserem Thema heute:

Hier meint jemand, für jedes Gebet gibt es genau zwei Ergebnisse: Es wird entweder erfüllt oder es wird nicht erfüllt. Beide Lösungen enden in Haltungen, die nach einem frommen Bekenntnis klingen, aber auch in Wirklichkeit Klischees sind. Wir wissen alle, dass „im Namen Jesu beten“ keine magische Formel für die Erlösung von Wünschen ist. Wenn dem so ist, was können wir dann mit den Worten an seine Jünger anfangen?

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„Die singende Gemeinde“ (Kantate, 19.5.2019)

ELKG 039 • Apg 16,23–34Elberfelder • Luther 2017

Ich bin nachts abundzu alleine auf wenig beleuchteten, recht einsamen Straßen unterwegs. Mir ist es oft so gegangen, dass die mulmigen Gefühle plötzlich verschwanden, sobald ich angefangen habe irgendetwas vor mich hin zu singen. Die Angst war wie weggeblasen. Ob es Silas und Paulus im Gefängnis genauso ging?

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu.“ (Vers 25)

Paulus und Silas saßen im tiefsten und dunkelsten Teil des Gefängnisses. Die Füße hatte man ihnen in den sogenannten „Block“ getan. Ein altes Folterinstrument aus Holz, in das Hände und/oder Füße durch Löcher gesteckt und so in das Instrument eingeklemmt wurden. Man liegt stundenlang auf dem Rücken mit gestreckten Beinen und kann sich nicht bewegen oder drehen. Eine im doppelten Sinn „ausweglose“ Situation. Paulus und Silas kamen nicht aus dem Block, nicht aus der Zelle, nicht aus dem Gefängnis. Und selbst wenn sie aus dem Gefängnis gekommen wären – bevor sie eingesperrt wurden, wurden sie vom Volk verprügelt. Was sollen sie tun? „„Die singende Gemeinde“ (Kantate, 19.5.2019)“ weiterlesen